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Boote· EmsVolt

Welche Leistung braucht mein Elektro-Innenborder?

kW statt PS: Wie Sie die Leistung eines Elektro-Innenborders für Segelboot, Verdränger oder Gleiter richtig dimensionieren – mit Rumpfgeschwindigkeits-Regel und Praxisbeispiel.

Elektrifiziertes Holzboot von EmsVolt in Fahrt

Die erste Frage jeder Umrüstung: Wie viel Kilowatt brauche ich? Die verbreitetste Fehleinschätzung dabei: die PS-Zahl des alten Diesels eins zu eins übersetzen zu wollen. Warum das in die Irre führt – und wie die Auslegung wirklich funktioniert.

Warum die Diesel-PS die falsche Messlatte sind

Verbrenner in Booten sind fast immer überdimensioniert – aus zwei Gründen: Sie liefern ihr Drehmoment erst bei höheren Drehzahlen, und sie sollen auch im Teillastbereich noch ordentlich ziehen. Ein Elektromotor liefert dagegen volles Drehmoment ab der ersten Umdrehung. In der Praxis ersetzt ein Elektro-Innenborder deshalb einen Diesel mit deutlich höherer Nennleistung – die Wirkung am Propeller zählt, nicht das Typenschild.

Und: Beim Elektromotor unterscheidet man Maximal- und Dauerleistung. Die Maximalleistung steht zum Beschleunigen und für Strömung bereit, die Dauerleistung trägt die Reisefahrt. Beide Werte müssen zu Ihrem Boot passen – ein Verbrenner kennt diese ehrliche Unterscheidung gar nicht.

Der Schlüssel: die Rumpfgeschwindigkeit

Für Verdränger – also die allermeisten Umrüstkandidaten – gibt es eine physikalische Grenze: die Rumpfgeschwindigkeit, abhängig von der Wasserlinienlänge (als Faustformel: 4,5 × √Wasserlinienlänge in Metern ≈ km/h). Bis kurz davor braucht das Boot erstaunlich wenig Leistung; darüber hinaus explodiert der Bedarf, ohne dass das Boot nennenswert schneller wird.

Für die Auslegung heißt das: Dimensioniert wird auf entspannte Fahrt knapp unter Rumpfgeschwindigkeit – plus Reserve für Strömung, Wind und Beschleunigung. Nicht auf einen Geschwindigkeitsrausch, den ein Verdränger physikalisch nicht liefern kann.

Orientierung nach Bootstyp

  • Segelboot (Hilfsantrieb): Der Motor läuft nur für Hafenmanöver und Flauten – wenige Kilowatt Dauerleistung genügen bei üblichen Größen. Details im Segelboot-Ratgeber.
  • Kleine bis mittlere Verdränger: Die Reisefahrt kostet oft nur einstellige Kilowattwerte; die Auslegung bestimmt der Spitzenbedarf. Unser Referenzprojekt zeigt die Größenordnung: Das 6,5-m-Holzboot fährt mit 65 kW Maximal- und 40 kW Dauerleistung – und ruft bei Reisegeschwindigkeit nur einen Bruchteil davon ab. Das Ergebnis: ~8 Stunden Fahrzeit, bis zu 100 km Reichweite.
  • Schwere Verdränger und Hausboote: Hier zählen Zuladung und Strömung – die Auslegung folgt dem Einsatzprofil, nicht allein der Bootslänge.
  • Gleiter: Der Sonderfall. Wer aufs Wasser „aufsteigen“ will, braucht ein Vielfaches der Verdränger-Leistung – machbar, aber mit entsprechend großem Akku. Hier lohnt die ehrliche Beratung besonders.

Leistung und Akku gehören zusammen

Die Motorleistung bestimmt, wie schnell Sie fahren können – der Akku, wie lange. Ein größerer Motor ohne größeren Akku verschiebt nur das Limit. Wie beide zusammenspielen, rechnet der Laufzeit-Ratgeber vor; welche Komponenten sonst noch ins Kit gehören, zeigt der Komponenten-Überblick.

Die Auslegung für Ihr Boot

Schicken Sie uns Bootstyp, Länge, Verdrängung, bisherigen Motor und Ihr Revier – daraus ergibt sich die passende Kombination aus Maximal-, Dauerleistung und Akkugröße. Beispielkonfigurationen und alle Kit-Details finden Sie auf der Boote-Seite – Boots-Kits beginnen bei 9.990 € inkl. MwSt. Oder Sie fragen direkt an.

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Schreiben Sie uns Ihre Anforderungen – wir beraten Sie unverbindlich und stellen das passende Komponenten-Set zusammen.

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