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Aufbaubatterie fürs Wohnmobil: Welche Größe und Technik Sie wirklich brauchen

AGM oder LiFePO4, 100 oder 300 Ah? So finden Sie die richtige Aufbaubatterie für Wohnmobil und Camper – mit Rechenweg und Einbau-Tipps.

LiFePO4-Aufbaubatterie im Sitzkasten eines Campers

Die Aufbaubatterie (auch Bord- oder Versorgungsbatterie) versorgt im Wohnmobil alles, was nicht Motor ist: Licht, Kühlschrank, Wasserpumpe, Steckdosen. Sie ist das Herz der Bordelektrik – und die Komponente, bei der sich falsche Sparsamkeit am schnellsten rächt.

AGM oder LiFePO4?

Die kurze Antwort für fast alle Neuanschaffungen: LiFePO4 (Lithium-Eisenphosphat). Der Vergleich:

AGM/Blei LiFePO4
Nutzbare Kapazität ~50 % ~90–100 %
Zyklen (grob) 300–700 mehrere tausend
Gewicht (100 Ah nutzbar) ~55–60 kg ~11–13 kg
Ladezeit lang (Absorptionsphase) kurz, hohe Ladeströme
Preis günstig in der Anschaffung günstiger pro Zyklus

AGM lohnt sich fast nur noch, wenn das Budget extrem knapp ist oder die Anlage selten genutzt wird. Auf die Lebensdauer gerechnet ist Lithium praktisch immer die wirtschaftlichere Wahl — und die 40+ Kilo Gewichtsersparnis sind bei der 3,5-Tonnen-Grenze bares Geld.

Wie viele Amperestunden brauchen Sie?

Rechnen Sie Ihren Tagesverbrauch zusammen (eine Anleitung mit Tabelle finden Sie im Beitrag zur Elektrik-Planung) und teilen Sie durch die Bordspannung:

Beispiel: 800 Wh Tagesverbrauch ÷ 12 V ≈ 67 Ah pro Tag. Für zwei autarke Tage: ~135 Ah → eine 150–200-Ah-LiFePO4 passt.

Faustregeln für typische Setups:

  • Minimal (Kühlbox, Licht, Laden): 100 Ah LiFePO4
  • Komfort (+ Standheizung, Wechselrichter für Laptop & Co.): 150–200 Ah
  • Elektrisch kochen / lange autark: 300 Ah aufwärts – und dann unbedingt mit Ladebooster und Solar kombiniert

Worauf beim Einbau achten?

  • Einbauort: erschütterungsarm, belüftet, vor Frost geschützt – LiFePO4 mag beim Laden keine Minusgrade (gute Batterien haben eine Heizung oder das BMS sperrt das Laden).
  • Hauptsicherung direkt am Pluspol, Querschnitte passend zum maximalen Strom.
  • Ladetechnik abstimmen: Ladebooster, Solarregler und Ladegerät brauchen ein Lithium-Ladeprofil – alte Blei-Ladetechnik lädt Lithium nie richtig voll.

BMS-App mit Zellspannungen zwischen 3,34 und 3,36 Volt

So sieht gesunde Zellüberwachung aus: Blick in die BMS-App eines EmsVolt-Systems – alle Zellen liegen zwischen 3,34 und 3,36 V, sauber ausbalanciert, Temperaturen im grünen Bereich.

Batterie ist Teamsport

Eine gute Aufbaubatterie allein macht noch keine gute Bordelektrik: Erst mit abgestimmtem Ladebooster, Solar und sauberer Absicherung wird ein System daraus. Genau so stellen wir die Camper-Elektrik-Sets von EmsVolt zusammen – LiFePO4-Speicher in der passenden Größe, komplette Ladetechnik und Kabelplan zum Selbsteinbau: zum Camper-Elektrik-Set oder Bedarf durchrechnen lassen.

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